A-Lizenzlehrgang des DHB 2017/18

Holger Hölzinger drückt die Schulbank

Es war schon länger eines seiner großen Ziele, nun ist es soweit. Die A-Lizenz ist für unseren Tausendsassa Holger Hölzinger zum Greifen nahe. Dazwischen liegt „nur“ noch zwölf spannende Monate mit einem reichhaltigen Lehrplan. Vor der abschließenden Prüfung wird Holger an vier einwöchigen Ausbildungsblöcken sowie an zwei einwöchigen Hospitationsphasen bei einer Bundesligamannschaft teilnehmen. Lehrgangsinhalte sind nicht nur die handballspezifischen Trainingsinhalte, sondern auch Themen wie Sportmedizin, Sportpsychologie und Sportsoziologie, bei der beispielsweise der Ausbau der sozialen und emotionalen Kompetenz sowie der Umgang mit Medien eine wichtige Rolle spielt. 
 
Geleitet wird die Ausbildung von Bundeslehrwart Michael Neuhaus, der am sonnigen Sonntag 18.06.2017, dem ersten Tag des ersten Blockes, in Hennef gleich 21 Aspiranten begrüßen konnte. Wir wünschen Holger viel Erfolg und freuen uns bereits darauf im Mai 2018 einen neuen A-Lizenzinhaber bei uns begrüßen zu dürfen!

 

Die Teilnehmer des Lehrjahres 2017/18 (Foto: Deutscher Handballbund)

Emotionaler Abschied

Letztes Spiel für Paul Günther

Um 16:40 Uhr am Sonntag war es soweit. Nach dem Finale und der anschließenden Siegerehrung kam der lange befürchtete und bislang verdrängte Moment des Abschiednehmens von Paul Günther. Schon direkt nach dem Spiel flossen bei einigen Spielerinnen die Tränen - da merkte man dann doch, dass trotz aller vorangegangener Psychotricks das Thema Abschied auch während des Spiels nicht ganz aus den Köpfen war. Nachdem Abteilungsleiter Rainer Mies und der Vereinsvorsitzende der TG Bad Soden, Thomas Braun, ihr Bedauern ausgedrückt hatten und dabei die vergangenen sieben Jahre kurz Revue passieren ließen, bedankten und verabschiedeten sich seine B-Mädels und die Zuschauer dann zu den Klägen von Trude Herrs "Niemals geht man so ganz" von "ihrem" Paul. Und wer die Szenen in der Halle mitverfolgt hat und die Tränenbäche bei Paul, den Spielerinnen, Eltern, Geschwistern und Fans gesehen hat, der wird eine Ahnung bekommen haben, was dieses Team die letzten Jahre ausgezeichnet hat und wie der großartige Erfolg des Final Four-Wochenendes, das unter dem Motto "David gegen Goliath" stand, überhaupt möglich wurde. 

 

 
Eine ausführliche Würdigung fand sich auch im Programmheft des Final Fours - wir dürfen diese mit Genehmigung der Autoren auch hier wiedergeben: 
 
 

Danke, Paul!

 

Trainerwechsel sind im Sport das Normalste der Welt. Eigentlich. Aber bei diesem ist es schon etwas anders...

 

Denn Paul Günther hat sich nach sieben Jahren entschlossen, den Verein zu verlassen. Auch wenn wir diese Entscheidung respektieren und verstehen, die Lücke, die er reißen wird, ist verdammt groß, und es fällt uns sehr schwer, ihn gehen zu lassen. Die Leistung von Paul ist nicht hoch genug zu bewerten. Er ist einer, wenn nicht gar der Faktor für den sportlichen Aufschwung unserer Spielgemeinschaft. Mit seinem Engagement und seiner Leidenschaft hat er maßgeblichen Anteil an unserem Erfolg.

 

Er hat mit den Damen zwei Aufstiege und 5 der insgesamt 6 Hessenmeisterschaften mit der Jugend zu verantworten. Insbesondere der erste Titel im Jahr 2011/12 bleibt vielen in Erinnerung, sorgte dies doch für ein echtes erstes Ausrufezeichen in der hesssichen Handballwelt. Aber auch die Zielstrebigkeit, Konsequenz und Freude, mit der er die heutige B-Jugend bis unter die besten vier Mannschaften Deutschlands geführt hat, wird lange haften bleiben. Er war es zudem, der zu einem großen Teil für die Professionalisierung unserer Trainingsmethoden gesorgt hat.

 

Darüber hinaus erkannte er schon früh, dass der sportliche Erfolg mit den Möglichkeiten der sozialen Medien flankiert werden sollte. Er baute unseren Facebook Account auf und ergänzte diesen noch durch eine App, als nur wenige Vereine über ein solches Instrument verfügten. Er sorgte dafür, dass wir in den sozialen wie Printmedien präsent waren, und wir in der Handballwelt mit unseren immer größer werdenden Erfolgen wahrgenommen wurden. 

 

All das war wichtig für unseren großen Erfolg, aber beileibe nicht das Einzige, das ihn auszeichnet. Seine Stärke ist seine ausgeprägte Emotionalität und seine kompromiss­lose Fokussierung auf die Ziele. Er verlangt viel von seinen Mädels und seinem Umfeld, aber sein persönlicher Einsatz ist im Gegenzug riesig. Gelegentlich geht seine Impulsivität auch mal mit ihm durch und nicht allen hat er es während seiner Zeit recht gemacht. Auch, weil er sich nie scheut, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn er es für notwendig hält. Aber im Ergebnis entstand eine außergewöhnlich tiefe Verbundenheit mit seinen Teams, die weit über die Grenzen der Handballhalle hinweg geht. Er ist immer für die Mädels und die Eltern da, weiß von Problemen in Schule, Beruf oder Privatleben und kümmert sich.

 

Sein aufopferungsvolles Engagement zeigte sich vor allem auch dann, wenn Not am Mann war. Mehrmals während der sieben Jahre übernahm er entgegen der ursprünglichen Planung kurzerhand noch Verantwortung für zusätzliche Mannschaften, half aus und stand fast jeden Tag in der Halle. Nein, wer einen Paul hat, muss sich nicht auf Ruhe und Besinnlichkeit einstellen. Hier geht es immer zur Sache. Er lebt mit Haut und Haaren für seine Mannschaften und den Verein und ist bestrebt, ein optimales Umfeld für die Mädels herzustellen. Das ist nicht für alle einfach. Aber sehr erfolgreich. Er stellt auch immer die Mannschaft über alles ohne die Individualität der Mädels zu vernachlässigen. Und er ist oder war eine Integrationsfigur über alle Mannschaften hinweg, selbst bei den Minis hat er sich blicken lassen und Spielfeste begleitet. Es war eine wahre Freude, ihn dabei zu beobachten, auch wenn die Arbeit mit den Allerkleinsten wahrscheinlich nie seine wahre Berufung werden wird. 

 

Lieber Paul, es hat riesengroßen Spaß gemacht, mit Dir an dem Projekt „Just for Girls“ zu arbeiten. Wir werden Dich vermissen!

 

DANKE PAUL !

 

Letztes Training mit Mela für Schlümpfe und Minis

Melanie Zimmermann

Nach mehr als fünf Jahren als Trainerin der Handball-Schlümpfe und Minis bei der TG Bad Soden war Melanie Zimmermann am Freitag, 19.05.2017 das letzte Mal im Training.

 

Mela war jahrelang DIE Bezugsperson für unsere Kleinsten und hat die Kinder mit viel Spaß aber auch mit der angemessenen Ernsthaftigkeit an den Handballsport herangeführt. Unzählige ihrer Schützlinge zählen heute zum Stammpersonal unserer Jugendmannschaften.

 

Nun hat sie sich schweren Herzens dazu entschlossen, Abschied zu nehmen. Schade, aber verständlich. Mela, vielen Dank für Deine Arbeit, wir wissen, was wir an Dir gehabt haben!!

 

Neuer Trainer für Damen 1 und A-Jugend

Mit Thomas Wallendorf konnten die Verantwortlichen der FSG Vortaunus und wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt einen äußerst erfahrenen Trainer für die nächstjährige Saison gewinnen. Der A-Lizenzinhaber wird neben den Damen 1 auch die A-Jugend übernehmen, die er gemeinsam mit dem bereits für die Damen 2 zuständigen Trainer Horst Schüßler verantworten wird. 

 

Thomas Wallendorf

Rainer Mies, der sich höchstpersönlich um diese wichtige Verpflichtung gekümmert hatte, zeigt sich begeistert: „Nachdem wir in den vergangenen Wochen mehrere sehr gute Gespräche mit potenziellen Trainerkandidaten geführt haben, bin ich sehr froh, mit Thomas Wallendorf eine tolle Besetzung für diese Schlüsselposition in unserem Trainerstab gefunden zu haben. Es passte menschlich von Beginn an, und ich bin mir sicher, dass er uns bei der weiteren Entwicklung unserer Handballerinnen sehr helfen wird.“ In der Tat verfügt Wallendorf über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Nach Trainerstationen bei hochklassigen Jugend- und Männermannschaften des TV Hüttenberg, HSG Pohlheim, TSV Langgöns, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen sowie bei den Damen der HSG Gedern/Nidda führte ihn die letzte Station erstmals in den Taunus, um die Oberliga-Männermannschaft unseres Nachbarn TSG Münster zu übernehmen. 


Nun hat sich der 51-jährige Hüttenberger dafür entschieden, seine weitere Trainerlaufbahn bei uns fortzusetzen: „Das Konzept hat mich einfach überzeugt. Ich hatte hier sehr vertrauensvolle Gespräche und habe mich auch bereits mit den Mannschaftsverantwortlichen ausgetauscht. Auch mit Paul Günther habe ich mich lange unterhalten und dabei vieles erfahren, was mir den Einstieg erleichtern wird. Wir werden die „Übergabe“ möglichst reibungslos gestalten, denn im Vordergrund steht neben dem sportlichen Erfolg auch die Zufriedenheit der Spielerinnen.“ Nachdem die Weichen damit für die nächste Saison bereits gestellt sind, denn Wallendorf wird die Damen 1 unabhängig von der nächstjährigen Spielklasse übernehmen, bat Paul Günther den neuen Trainer darum, bereits die letzten drei Saisonspiele der Damen 1 zu übernehmen. Günther dazu: „Ich glaube, dass die Damen in diesen wichtigen Spielen um den Klassenerhalt einen neuen Impuls benötigen. Thomas kann unbelastet und mit neuen Ideen hoffentlich zusätzliche Kräfte bei meinen Mädels mobilisieren.“ 

Die beiden Protagonisten haben darüber hinaus abgesprochen, dass Paul Günther die A-Jugend in der anstehenden Bundesliga-Qualifikation betreuen wird. Mit Blick auf die Vorrunde auf hessischer Ebene, die während der Spiele der B-Jugend um die Deutsche Meisterschaft stattfindet, war es Wallendorf wichtig, nicht die Kontinuität zu gefährden.  

Wir freuen uns, dass eine harmonische Lösung für die anstehenden Aufgaben gefunden wurde, und begrüßen Thomas Wallendorf herzlich in unserem Team!

 

Paul Günther hört zum Saisonende auf

Paul Günther geht

Seit mehr als sieben Jahren ist Paul Günther ein fester Bestandteil unseres Trainerteams und hat in dieser Zeit maßgeblichen Anteil daran, dass die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt zu eine der führenden Adressen in Hessens Mädchenhandball geworden ist.
 
Nun hat er den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er in der nächsten Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen wird. Nach vielen erfolgreichen Jahren im Aktivenbereich sowie bislang vier Hessenmeisterschaften mit der Jugend natürlich ein herber Verlust für uns.
 
Nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge, auch wegen seiner integrativen Art über Mannschaftsgrenzen hinweg hat er jahrelang dazu beigetragen, dass eine große Verbundenheit der Spielerinnen und Eltern zum Projekt der weiblichen Spielgemeinschaft besteht. Nun hat er für sich entschieden, eine Pause einzulegen. Jeder, der beobachten konnte, mit welch hohem zeitlichen und emotionalen Aufwand Paul Günther in den letzten Jahren für die Mädels und den Verein tätig war, kann das nachvollziehen. Vor dem Abschied hat er aber zunächst noch einige feste Ziele im Blick: Klassenerhalt mit den Damen und Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft mit der B1-Jugend. 
 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Turngemeinde 1875 Bad Soden e.V. - Abteilung Handball -