Die erste Bad Sodener Handball-Woche: Ein voller Erfolg

DHB Rotweiss Thun gewinnt Sole Mio-Cup

Handball pur gab es eine ganze Woche in Bad Soden zu bestaunen. Drei Turniere mit insgesamt 20 Mannschaften in zwei Hallen, der Handballfreund kam bei der ersten Bad Sodener Handball-Woche wirklich auf seine Kosten. Organisator Holger Hölzinger hatte ganze Arbeit geleistet und so fanden sich nicht nur starke Mannschaften in Bad Soden ein, sondern auch die DHB-Frauenkommission mit ambitionierten weiblichen Schiedsrichtergespannen. "Das Schiedsrichterprojekt ist immer ein Highlight", so Hölzinger. "Just for Girls - das passt einfach zu uns!!". Der reibungslose Ablauf sorgte überall für große Zufriedenheit und so verspricht Hölzinger schon heute: "Das wiederholen wir auf jeden Fall im nächsten Jahr!".

 

Sole Mio-Cup: Hochklassig besetzt!

Highlight war sicher die Austragung des Sole Mio-Cups, zu dem sich acht hochklassige Mannschaften angemeldet hatten, darunter mit dem schweizer Erstligisten DHB Rotweiss Thun sogar ein Europacup-Teilnehmer. Die Schweizer dehnten ihren Besuch in Bad Soden sogar noch aus und verlegten gleich ihr mehrtägiges Trainingslager in den Taunus.

 

In den Vorrundenspielen zeigten sie sich insbesondere im Spiel gegen den Drittligisten und späteren Halbfinalisten HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden hellwach und ließen ihrem Gegner beim 15:10-Erfolg keine echte Chance. Damit zogen sie ebenso in die Vorschlussrunde ein wie in der anderen Gruppe die Trierer MIezen aus der 2. Bundesliga, die jedoch wesentlich mehr Mühe als erwartet hatten. Insbesondere der hessische Oberligist HSG Rodgau Nieder-Roden erwies sich als ein hartnäckiger Gegner, der lange Zeit wie der sichere Sieger aussah und erst am Ende die Segel streichen musste. In dieser Verfassung und mit der zweifellos vorhandenen Breite im Kader sind die Baggerseepiratinnen ein heißer Meisterschaftskandidat in der kommenden Saison. In das Halbfinale konnten sie jedoch nicht einziehen, scheiterten sie doch am Drittligisten TSG Eddersheim.

 

In den Halbfinalpartien setzten sich die Favoritinnen letztlich trotz relativ knapper Ergebnisse souverän durch: Die Trierer Miezen bezwangen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ebenso mit 11:9 wie der DHB Rotweiss Thun die TSG Eddersheim. 

 

Finale: Trierer Miezen - DHB Rotweiss Thun

Nach den bislang sehr schönen, aber angesichts subtropischer Temperaturen auch sehr kräftezehrenden Spielen in Vor- und Zwischenrunde standen sich damit im Endspiel um den Sole Mio-Cup die Trierer Miezen und der DHB Rotweiss Thun gegenüber.

Beiden Mannschaften merkte man mit Spielbeginn an, dass sie sich auf dieses Finale gefreut hatten, konnten sich damit doch die beiden nominell bestplatzierten Teams duellieren. Die Angriffsreihen agierten druckvoll und passsicher, und während die Trierer Miezen aus dem gebundenen Spiel immer wieder erfolgreich ihre wurfgewaltige Linkshänderin Gabriella Szabo im Rückraum in Szene setzen konnten, überzeugten die Eidgenössinen mit schnellen Passsequenzen bereits in der ersten Vorwärtsbegegnung und fanden gute Lösungen gegen den Abwehrverbund der Miezen. Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen, erst zum Ende der ersten 15 Minuten konnten sich Rotweiss Thun beim 7:5 etwas absetzen.

 

Peter Bachmann

Der schweizerische Trainer Peter Bachmann fand in der Halbzeit offensichtlich die richtigen motivierenden Worte, um seine Spielerinnen noch einmal zu Höchstleistungen zu bringen. Sie ließen nicht locker, standen stabil in der Abwehr und zwangen die Triererinnen immer wieder an den Rand des Zeitspiels. Wenn sie dann doch einmal durchkamen, stand eine Torhüterin im Kasten, die reihenweise die Bälle sichern konnte: Sibylle Peronino überzeugte das fachkundige Publikum mit herausragendem Stellungsspiel und großartigen Reflexen. Im Finale stach sie dann auch die ansonsten ebenfalls an beiden Turniertagen toll aufgelegte Aleksandra Baranowska aus und konnte das Torhüterduell für sich entscheiden. Angesichts der schwindenen Kräfte auf Trierer Seite, die kaum über Wechselmöglichkeiten verfügten, war dies ein ausschlaggebender Faktor in diesem Finale. Thun zog Tor um Tor davon und konnte das Spiel deutlich mit 15:9 für sich entscheiden.

 

Sibylle Peronino wurde als beste Torhüterin geehrt. Im Hintergrund Noëlle Frey, die beste Spielerin des Turniers.

Nach dem Schlusspfiff war die Freude über den Gewinn des Sole Mio-Cups groß und auch bei der anschließenden Siegerehrung kamen die Schweizerinnen nicht mehr aus dem Feiern heraus, wurden doch aus ihrem Kreis noch zwei Einzelspielerinnen hervorgehoben. Als beste Spielerin des Turniers wurde die gerade in der Abwehr bärenstarke, 26-jährige schweizer Nationalspielerin Noëlle Frey geehrt, die Auszeichnung als beste Torhüterin erhielt nicht überraschend das Thuner Eigengewächs Sibylle Peronino.

 

 

Preise gab es außerdem für den Drittplatzierten TSG Eddersheim (14:10 gegen HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden) und den Trierer Miezen. Aber die hellsten Mienen gab es eindeutig bei den Schweizerinnen zu beobachten, sie freuten sich nicht nur über den Siegerscheck und den Pokal, sondern auch darüber, dass das Trainingslager zu Ende war und sie die Busreise zurück in die Heimat antreten konnten. 

 

Sieger des Sole Mio-Cups: DHB Rotweiss Thun

Weibliche B-Jugend: Der Favorit setzt sich durch

Das Turnier der weiblichen B-Jugendmannschaften wurde überwiegend in der Otfried-Preußler-Schule ausgetragen. Sieben Mannschaften hatten gemeldet, darunter die C-Jugend des Ausrichters wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt und der Turnierfavorit, die A-Jugend der HSG Hungen/Lich. Die Trainer konnten sich in den Spielen einen sehr guten Eindruck vom momentanen Leistungsstand machen und waren sehr zufrieden mit den dargebotenen Leistungen, auch wenn naturgemäß noch Luft nach oben ist. Die spannendste Partie gab es im Halbfinale zu sehen, als nach regulärer Spielzeit ein 11:11-Unentschieden zwischen der B-Jugend der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt und der TG Kastel auf der Anzeigetafel stand. Der Turniermodus sah vor, dass das Spiel mit einem Hochball fortgesetzt wird und das erste Tor die Begegnung entscheidet. Hier hatte die TG Kastel das glücklichere Händchen und zog damit in das Finale gegen die HSG Hungen/Lich ein, die sich ihrerseits gegen die wJSG Dittershausen/Waldau durchsetzen konnte.

 

Für das Endspiel zogen die Teams in die Hasselgrundhalle um und bestritten so das Vorspiel vor dem "großen" Finale. Etwas überraschend konnten die jüngeren Spielerinnen der TG Kastel das Spiel lange offenhalten. Über die besseren spielerischen Mittel verfügend konnten sie die Abwehr der Mittelhessinnen immer wieder in Bedrängnis bringen und waren absolut ebenbürtig. Erst ein paar leichtsinnige Ballverluste brachten die Favoritinnen auf die Siegerstraße, nutzten sie die daraus resultierenden Tempogegenstöße doch routiniert und souverän aus. Damit gewann die HSG Hungen/Lich verdient das Turnier, während Emily Reese von der TG Kastel als beste Turnierspielerin ausgezeichnet wurde.

 

Tolle Leistungen der Schiedsrichtergespanne

Schiedsrichterinnen im Projekt "Anpfiff - Mehr Frauen im Spiel"

In beiden Turnieren zeigten übrigens nicht nur die Spielerinnen höchste Einsatzbereitschaft und trotzten den Temperaturen. Auch die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen zeigten sich voll auf der Höhe und boten sehr gute Leistungen. Neben den zahlreichen Gespannen aus dem Bezirk Wiesbaden/Frankfurt wurden auch die jungen weiblichen Gespanne der Landesverbände für ihre souveränen Leistungen allenthalben gelobt. Auch sie trugen damit ganz erheblich zum Gelingen bei.

 

Der TV Langenselbold gewinnt das Turnier unter der Woche

Das Turnier der Damen der Spielklasse Bezirksoberliga/Landesliga wurde am Freitag mit der Siegerehrung vor den Augen der Schiedsrichterinnen beendet. Von Montag bis Freitag spielten fünf Mannschaften um den Turniersieg, den letztlich vollkommen verdient der TV Langenselbold davontragen konnte. Die Mannschaft zeigte die größte Konstanz und ließ den TV Bodenheim sowie den Gastgeber FSG Vortaunus hinter sich. Im Übrigen kann die Leistung der teilnehmenden Mannschaften nicht hoch genug eingeschätzt werden - sie fuhren Tag für Tag durch dichten Verkehr nach Bad Soden und trugen dort Spiele über die volle Spieldauer von 2x30 Minuten aus, teilweise gar zwei Spiele hintereinander. Bei dieser Hitze und mit in der Regel nicht vollem Mannschaftskader ist das ein tolles Engagement für den Freizeitsport, den wir alle so lieben!

 

Impressionen eines tollen Turniers

 

Danke!

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Vereinen und ihren Mannschaften für ihr Kommen:

 

DHB Rotweiss Thun

Trierer Miezen 

TSG Ketsch II - Kurpfalz Bären

TSG Eddersheim 

HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden

TuS Kriftel

HSG Rodgau Nieder-Roden 

DJK SF Budenheim

TV Langenselbold

TV Bodenheim

TV Hüttenberg II

HSG Hungen/Lich

TG Kastel

SG Bretzenheim
wJSG Dittershausen/Waldau

FSG Vortaunus

wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt

 

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr.

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