Deutscher Vizemeister!!!!

 

Es war ein grandioses Wochenende für unsere Handball-Mädels der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt. Sie haben in der heimischen Hasselgrundhalle ein tolles Final Four gespielt und sich mit der Deutschen Vize-Meisterschaft belohnt. 

 

Nach einem unglaublichen Comeback im Halbfinale, in dem sie das Spiel gegen den BVB 09 Dortmund in den letzten 8 Minuten mit einer unglaublichen Willensleistung noch drehen konnten, blieb im Finale die ganz große Sensation dann aus. Mit 21:15 mussten die Mädels sich absolut verdient dem HC Leipzig geschlagen geben. Dennoch: Nach Spielschluss und einer kurzen Ansprache des scheidenden Trainers Paul Günther jubelte die Mannschaft lautstark über den erreichten Titel als Deutscher Vize-Meister. Die Freude über das Erreichte überwog und stellte die Finalniederlage gegen den überlegenen und verdienten neuen Deutschen Meister HC Leipzig in den Schatten. 

 

Superspannendes Halbfinale gegen den favorisierten BVB 09 Dortmund

 

Am Samstag hatte es unsere Mädels zunächst im Halbfinale mit der mit Nationalspielerinnen geradezu gespickten Mannschaft des BVB 09 Dortmund zu tun. In einem fulminanten Schlussspurt holten die Mädels von Paul Günther einen 5 Tore Rückstand 8 Minuten vor Schluss noch auf und sicherten sich mit einem irren Treffer vom Geburtstagskind Lilly König 20 Sekunden vor Spielende noch den Einzug ins Finale.  

Begonnen hatten sie das Spiel hoch konzentriert und ohne Respekt vor den großen Namen auf der anderen Seite. Schnell gingen sie 4:1 in Führung und setzten ein erstes Ausrufezeichen gegen die sichtlich verdutzten Gegnerinnen aus dem Ruhrpott. Nach und nach kamen sie jedoch besser ins Spiel und konnten schließlich sogar mit einer Führung von 16:15 in die Pause gehen.

Nach der Pause blieb das Spiel zunächst knapp, bis die Dortmunderinnen 10 Minuten vor Schluss deutlich mit 30:25 in Führung gingen. Zu diesem Zeitpunkt schienen unsere Mädels stehend k.o. zu sein und die individuelle Stärke der Gegenerinnen sich endgültig durchzusetzen. Hätte man Wetten abschließen können, niemand hätte auf unsere Mädels gesetzt. Doch plötzlich wendete sich das Spiel. Die Dortmunderinnen fingen an Fehler zu machen, nutzen ihre hundertprozentigen Chancen nicht und schienen mit den Gedanken schon im Finale zu sein. Und das merkten unsere Mädels, mobilisierten die allerletzten Kräfte und holten Tor um Tor auf. Die Mädels spürten, dass hier die große Sensation in der Luft lag. Mit einem 8:2 Lauf in den letzten 10 Minuten und Nerven wie Drahtseile machten sie das Unmögliche noch möglich und belohnten sich mit dem Finaleinzug. Wahnsinn!!! 

 

Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen HC Leipzig

 

Im Finale wartete nun mit dem HC Leipzig der große Favorit auf die Meisterschaft, die in ihrem Halbfinale die Schwaben der SG BBM Bietigheim mit 30:13 geradezu aus der Halle pulverisiert hatten. Und die Gäste überstanden die emotionale Eröffnungszeremonie mit dem Abspielen der Nationalhymne wesentlich besser als unsere Mädels, waren besonders in den ersten Spielminuten einfach cooler und aufmerksamer und ging schnell mit 3:0 in Führung. Keine große Überraschung, denn die vielen Nationalspielerinnen verfügen bereits über internationale Erfahrung und sind zum Teil bereits in der ersten Damen-Bundesliga eingesetzt worden. So liefen unsere Mädels in der gesamten ersten Halbzeit dem Rückstand hinterher und während sie in der Abwehr praktisch ebenbürtig waren, fehlte im Angriff ein wenig der Mut und die Zuversicht in das eigene Können. Zudem ließen sie sich von der schnellfüßigen Abwehr zu einigen technischen Fehlern provozieren, sodass es beim 6:12 bereits mit einem großen Rückstand in die Halbzeitpause ging. In der zweiten Hälfte wollten die Mädels dann aufbauend auf ihrer starken Abwehr auch im Angriff zeigen, was sie drauf haben. Wie gewohnt gaben die Mädels nie auf und konnten am Ende die zweite Halbzeit mit 9:9 Toren ausgeglichen gestalten. 

 

Die starke zweite Hälfte änderte zwar nichts mehr an der Niederlage, dennoch haben die Mädels gezeigt, dass sie verdientermaßen zur absoluten deutschen Spitze zählen und mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit den individuell stärkeren Gegnerinnen Paroli bieten können. Eine tolle Leistung, bedenkt man auch, dass die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt verglichen mit den Internatsschülerinnen des HC Leipzig über kaum vergleichbare Trainings- und Rahmenbedingungen verfügt. Dennoch zeigte sich an diesem Finaltag eindrucksvoll die Entwicklung, die das Team genommen hat. 

 

Stark war im Übrigen auch der Zuschauerzuspruch: Nachdem am Samstag im Halbfinale bereits ca. 550 Zuschauer die Hasselgrundhalle ins Wanken gebracht hatten, brachten die fast 650 Zuschauer bei tropischen Temperaturen die Halle endgültig zum Kochen. Es herrschte eine Superstimmung, die Leistungen der anwesenden deutschen Spitzenteams zogen ein überaus faires und fachkundiges Publikum aus dem Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus an. 

Am Ende des Abends überwog zu recht der Stolz und die Freude über das Erreichte. Und noch mehr - es kam zu einer grandiosen gemeinsamen Feier von Meister und Vizemeister, die haufenweise Trikots austauschten, sich gegenseitig feierten und ihre Wertschätzung ausdrückten. Es war einer der größten Tage für unsere Mädels und den Verein - einen schöneren Ausklang dieses tollen Final Four-Wochenendes konnte es nicht geben. 

 

Kader:
Sophie Löbig, Franziska Ried, Vivienne Rüdig (Tor), Alina Anft, Greta Bucher, Laura Büscher, Maya Geiger, Caroline Günther, Lilly König, Hannah Kohnagel, Katharina Löbrich, Hanna Leidner, Ulla Neumann, Pia Özer, Ida Pokoyski, Franziska Rochus, Ronja Schultejans und Serena Stölzel.

 

Final Four Deutsche Meisterschaft B-Jugend

Es ist der größte Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte. Nachdem bereits zum dritten Mal das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft erreicht wurde, konnte nun erstmals der Einzug in das Final Four gefeiert werden. Nach dem souveränen Gewinn der Hessenmeisterschaft setzten sich die Mädels auch im Viertelfinale mit einer imponierenden Leistung gegen die Landesmeister aus Bayern und Baden-Württemberg durch und gehören damit nun zu den besten vier Mannschaften Deutschlands, als einziger Verein ohne eine aktive Bundesligamannschaft. Ein toller Erfolg!


Nun können sie sich mit den besten deutschen Mannschaften messen und freuen sich auf dieses sportliche Highlight ihrer bisherigen sportlichen Karriere. 
 
Wir freuen uns mit ihnen und wünschen ihnen erfolgreiche Spiele und viel Spaß!
 

Viertelfinale Deutsche Meisterschaft B-Jugend

Sie sind wieder dabei! Nach dem Gewinn der Hessenmeisterschaft startet die weibliche B-Jugend der Handballerinnen der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt wieder in das Abenteuer Deutsche Meisterschaft. Im Viertelfinale, das an drei Wochenenden im April und Mai ausgetragen wird, spielen sie nun gegen die Landesmeister aus Bayern und Baden-Württemberg um den Einzug in das Final Four, in das die vier besten Mannschaften Deutschlands einziehen. 

 

Verdient haben sie sich diese Begegnungen durch eine beeindruckende Saison, in der sie unglaublich souverän waren. Ohne jeglichen Punktverlust und mit einer gerade in den Topspielen unglaublichen Dominanz ließen sie die hessische Konkurrenz weit hinter sich und konnten sich bereits früh die Meisterschaft sichern. Um für die weiteren Aufgaben gerüstet zu sein, holten sie sich zusätzliche Spielpraxis in der Landesliga der Damen und der Oberliga der A-Jugend. 

 

Aber Hessenmeister wird man nicht nur mit einzelnen Talenten. Trainer Paul Günther hat in den letzten Jahren eine tolle Mannschaft geformt, die sich mit viel Spaß, aber vor allem auch mit viel Ehrgeiz nunmehr den vierten hessischen Titel in Folge sichern konnten. Natürlich hoffen sie nun, über das Viertelfinale in das Final Four zu kommen, in dem die vier besten Mannschaften Deutschlands um den Titel spielen. 

 

Wir freuen uns auf die Begegnungen und möchten zeigen, dass auch in kleineren Vereinen mit guten Konzepten und nachhaltiger Arbeit viel erreicht werden kann.

 

Unsere B-Mädels freuen sich auf tolle Spiele!

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