Das war die Saison 2016/17

Stetiges Wachstum und der größte Erfolg der Vereinsgeschichte

Die Spielgemeinschaften wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt und FSG Vortaunus haben eine in der Breite wie in der Tiefe erneut sehr erfolgreiche Saison 2016/2017 absolviert.

 

Tatsächlich findet die gute Arbeit der Handballerinnen immer mehr auch überregionale Beachtung, und so ist es kein Wunder, dass sich uns immer mehr Mädels auch außerhalb unseres eigentlichen Stammgebietes anschließen, da sie bei uns die besten Voraussetzungen für die individuelle Förderung in intakten Mannschaften vorfinden. Mittlerweile ist unsere Spielgemeinschaft zu einem Magneten für talentierte Spielerinnen der Region geworden. Die Abteilung wächst somit kontinuierlich an und kann nicht nur im leistungsorientierten Bereich Erfolge feiern, sondern bietet allen Mädels unabhängig von der individuellen Stärke die Möglichkeit, diesen tollen Sport mit viel Spaß in der Gemeinschaft  betreiben zu können.

 

Von unserer erfolgreichen Jugendarbeit zeugen auch zahlreiche Nominierungen für Bezirks-, Hessen- und DHB-Auswahl. Darauf sind wir sehr stolz und werden den eingeschlagenen Weg der Talentförderung konsequent weiter gehen.

 

Im Bezirk Wiesbaden/Frankfurt wurde mit drei Titeln in den jüngeren Jahrgängen eindrucksvoll die Vormachtstellung in der Region bestätigt. Die älteren Jahrgänge waren auf Hessenebene aktiv und konnten dort ebenfalls eine gute Rolle spielen. Für das Highlight sorgte dabei die B1-Jugend, die eine tolle Saison mit der Deutschen Vizemeisterschaft krönten. Wahnsinn!!

 

Bis zu den Altersklassen der Minis und Schlümpfen  ist unser Nachwuchs in den Stammvereinen TG Bad Soden, TG Schwalbach und TuRa Niederhöchstadt aktiv. Hier steht der Spaß und das spielerische Erlernen des Umgangs mit dem Ball eindeutig im Vordergrund. Die Kleinen werden behutsam an den Handball herangeführt und mit den gemischten Teams – hier dürfen noch Jungs mitmachen! - nahmen wir an zahlreichen Spielfesten teil. Einen großen Erfolg konnten wir auch durch die Einführung von Schul-AGs verbuchen.

 

Nach dem Herauswachsen aus den Minis nehmen die Mannschaften am Punktspielbetrieb teil. Unsere E-Jugend beeindruckte dabei erneut und konnte den Titel als beste Mannschaft des Bezirkes souverän verteidigen – ohne jeden Punktverlust war sie eine Klasse für sich.

 

In der D-Jugend, konnten wir gleich zwei Mannschaften stellen, die in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen um Punkte kämpften, da in der höchsten Liga leider immer nur eine Mannschaft eines Vereins vertreten sein darf. Und wie kann man besser unsere Dominanz unter Beweis stellen als beide Ligen zu gewinnen? Die D1-Jugend gewann die Bezirksoberliga und damit den Bezirksmeistertitel, während die D2-Jugend die Bezirksliga und den Titel des Bezirksbesten errang. Ein toller Erfolg!

 

Die C-Jugend spielte in der hessischen Oberliga und kämpfte mit einigen Höhen und Tiefen. Am Ende belegte die Mannschaft in ihrer Staffel einen hervorragenden dritten Tabellenrang und machte damit Mut für die Zukunft.

 

Unsere B-Jugendmannschaften spielte ebenfalls eine herausragende Saison. Sowohl die B1-Jugend in der Oberliga als auch die B2-Jugend in der Landesliga traten auf hessischer Ebene an, einmalig im weiblichen Handballsport hier zu Lande. Die B2-Jugend hielt hervorragend mit und bot auch den talentierten C-Jugendlichen die Möglichkeit, eine Altersklasse höher zu spielen. Am Ende sprang der 5. Platz dabei heraus. Die B1-Jugend wiederum zeigte, dass sie in Hessen konkurrenzlos sind. Ohne jeden Punktverlust marschierte sie zur Hessenmeisterschaft und qualifizierte sich damit erneut für die Deutsche Meisterschaft. Nach Siegen über die Landesmeister aus Bayern und Baden-Württemberg erreichten sie sogar das Final Four, für deren Ausrichtung wir uns erfolgreich bewarben. So kam es Ende Mai zu einem denkwürdigen Ereignis in der proppevollen Hasselgrundhalle. Nach einem Sieg über den Favoriten BVB 09 Dortmund musste sich die B1 erst im Finale der überlegenen HC Leipzig geschlagen geben, die sich damit den Titel als Deutscher Meister sicherten. Unsere Mädels freuten sich gemeinsam mit den vielen Zuschauern über die Vizemeisterschaft – ein herausragender Erfolg für unseren Verein!! Damit verbunden war auch die direkte Qualifikation für die nächstjährige Bundesligasaison.

 

Auch die A-Jugend spielte auf Hessenebene, hatte jedoch jahrgangsbedingt einige personelle Probleme zu verkraften. Aber mit Hilfe der beiden B-Jugendmannschaften konnte dies kompensiert werden und so standen vier Jahrgänge gemeinsam auf dem Feld. Am Ende einer langen Saison sprang ein guter Mittelfeldplatz heraus.

 

Im Aktivenbereich schafften die Damen 1 mit einer großen Willensleistung und aufgrund der spielerischer Qualität verdientermaßen den Klassenerhalt in der Landesliga. Mit Siegen in den letzten beiden Spielen konnten sie sich noch auf den 8. Tabellenplatz retten, bei vier Absteigern beileibe kein einfaches Unterfangen und ein großer Erfolg für unsere jungen Wilden, denn bei einem Durchschnittsalter von knapp 18 Jahren bedarf es schon großer Fähigkeiten, sich in dieser Liga zu behaupten.

 

Die Damen 2 waren mit großen Hoffnungen in die Saison gestartet und wurden nicht enttäuscht. Nachdem sie sich in der regulären Runde den zweiten Platz sicherten, der zu Aufstiegsspielen berechtigte, konnten sie sich auch in dieser Relegation behaupten und zur großen Freude der zahlreichen Zuschauer den Aufstieg in die Bezirksliga A feiern.

 

Aber wir haben nicht nur eine erfolgreiche, sportliche Saison gespielt. Wir haben auch verschiedene Veranstaltungen durchgeführt, die auf große Resonanz in der Region gestoßen sind.

 

Handball-Camp „Just for Girls“

Die zweite Auflage unseres Handball-Camps lockte in den Herbstferien erneut annähernd 60 Mädels für drei Tage in die Hasselgrundhalle nach Bad Soden. Unser Campleiter Holger Hölzinger hatte ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und sich namhafte Unterstützung an Bord geholt. So leiteten neben unseren eigenen Trainern auch Bundestrainer Frank Hamann und Landestrainer Rastislav Jedinak sowie Weltmeisterin Sybille Gruner vom TSV Bayer 04 Leverkusen Trainingseinheiten. Für weitere Abwechslung sorgte Basketball-Trainer Saymon Engler, der nicht nur etwas von Basketball versteht, sondern auch aufzeigte, dass mentale Stärke und positive Gedanken die Leistungsfähigkeit erheblich steigern können. Ein tolles Erlebnis für alle Camp-Teilnehmerinnen, die müde aber sehr zufrieden nach drei Tagen wieder nach Hause fuhren.

 

Erfolgreiche Erstauflage des Jugendhallenturniers 

17 Mannschaften in 3 Altersklassen aus 3 Bundesländern, 36 Partien, 870 Spielminuten, 860 Tore, 18 Schiedsrichterinnen aus 8 Landesverbänden sowie das DHB Projekt „Anpfiff! Mehr Frauen im Spiel“. Dies sind Zahlen und Fakten, die für eine Erstauflage eines Hallenturniers sehr beeindruckend und ganz gewiss nicht alltäglich sind. All das hatte unser Jugendkoordinator Olaf Kühnel im Juni 2016 auf die Beine gestellt, und er zeigte sich sichtlich zufrieden: „Es hat alles hervorragend funktioniert, darauf bin ich sehr stolz. Neben den zahlreichen Helfern möchte ich mich vor allem bei den Mannschaften und den Schiedsrichtern bedanken, die zu dem guten Gelingen beitrugen!“ Sportlich hatten die Begegnungen tatsächlich einiges zu bieten, kamen doch sehr gute Mannschaften nach Bad Soden, die durch engagierte Auftritte auf einem spielerisch sehr hohen Niveau überzeugen konnten. Davon zeugt auch, dass sowohl der spätere B-Jugend Meisters Baden-Württembergs, SG Kappelwindeck/Steinbach, als auch der Hessenmeister der C-Jugend, JSG Buchberg, das Turnier als Vorbereitung nutzten. Für hohe Qualität sorgten auch die Schiedsrichterinnen. Denn es war Kühnel gelungen, die DHB-Frauenkommission für das Turnier zu begeistern. So diskutierten am Rande des Turniers Vertreterinnen der deutschen Landesverbände die Frage, wie Frauen für Funktionärstätigkeiten zu gewinnen seien. Auch ging es darum, das vielschichtige Thema „Schiedsrichterin im Handball“ auf verschiedenen Ebenen inhaltlich und konzeptionell zu bearbeiten. Die eingeladenen weiblichen Schiedsrichtergespanne aus ganz Deutschland leiteten die Spiele und wurden dabei von erfahrenen Coaches begleitet. Eine super Sache!

 

Trainerseminare 

Wir haben uns in der Saison 2016/17 einen Namen mit qualitativ hochwertigen Seminaren für Übungsleiter gemacht. Bereits zur ersten Veranstaltung kamen über 25 interessierte Trainer, um neue Anregungen für den täglichen Trainingsbetrieb zu erhalten. Unter dem Motto „Potenzialentfaltung - von der Breite bis zur 1.Liga“ referierten zwei Tage lang u.a. Frank Hamann vom DHB sowie erfahrene Trainer des TSV Bayer 04 Leverkusen und schafften es mühelos, den erhofften roten Faden durch die Veranstaltung zu ziehen. 

Zudem fanden noch zwei weitere Tagesworkshops statt, im Dezember 2016 nochmals mit Frank Hamann zum Spezialthema „Abwehr“ und im März 2017 mit Christian Weilbächer zum Athletiktraining im Handballtraining. Auch hier konnten wir viele Teilnehmer begrüßen, die das von uns neu geschaffene Angebot gerne annahmen. 

 

Und was sonst noch geschah…

 

Im Juni 2016 freuten wir uns darüber, dass mit Holger Hölzinger ein Trainer aus unseren Reihen zum neuen Mädelwart des HHV gewählt wurde. Er hat sich seit Jahren um den Mädchenhandball verdient gemacht und wird gerade in dieser Position noch weitere Akzente setzen können, um den Mädchenhandball weiter voran zu bringen. 

 

Im Oktober 2016 gewann Berit Mies die Wahl zum Tor des Monats!! Wir sind sehr stolz auf sie, hat sie doch mit ihrem spektakulären Treffer bundesweit für Aufsehen gesorgt und bei der monatlichen Wahl der DKB-Handball-Bundesliga die meisten Stimmen auf sich vereint. Das 18-jährige Eigengewächs aus Bad Soden nimmt nun natürlich auch an der Wahl zum Tor der Saison teil.

 

Im November 2016 veranstalten wir einen Schnuppertag für am Handball interessierte Mädels im Alter von 7 – 10 Jahren. Es war ein voller Erfolg, denn es hat allen viel Spaß gemacht, und wir konnten dadurch neue Mitspielerinnen für unsere Mannschaften gewinnen.

 

Und im Januar 2017 lernten wir dann, dass unsere Mädels auch außerhalb des Spielfeldes so Einiges drauf haben. Torfrau Linda Pollak begeisterte gemeinsam mit Athletiktrainer Christian Weilbächer das Team von der Sportschau mit einem Skisprungvideo. Matthias Opdenhövel und Dieter Thoma kürten das Video kurzerhand zum Sieger des bundesweiten Wettbewerbs und überreichten den beiden Hauptprotagonisten das Originalleibchen von Weltmeister Severin Freund.

 

Darüber hinaus haben wir bei zahlreichen außer-handballerische Veranstaltungen für die Bewirtung der Gäste gesorgt – von den fünf Jazzkonzerten in der Kulturscheune in Bad Soden über das Kirchweihfest bis zum Weihnachtsmarkt. Diese Veranstaltungen haben nicht nur Spaß gemacht, sie tragen auch in einem erheblichen Maße dazu bei, dass wir die Finanzierung unseres Spielbetriebes sicher stellen können. Vielen Dank gebührt an dieser Stelle noch einmal allen engagierten Eltern und Spielerinnen!!

 

Hervorragende, nachhaltige Jugendarbeit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit vieler engagierter Helfer und Helferinnen! Wir sind sehr stolz auf das bisher Erreichte und werden weiter arbeiten, um den Mädels weiterhin viel Spaß am Handball zu vermitteln!

 

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