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Gestolpert aber nicht gefallen!

wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt -

TSG Oberursel 31:31 (15:15)

Es war das zu erwartende Spitzenspiel und ein offener Schlagabtausch der beiden C-Jugend Spitzenteams der Bezirksoberliga Wiesbaden-Frankfurt. Wurde das Hinspiel von unseren Mädchen noch ganz klar dominiert, so war das zweite Aufeinandertreffen sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Es wurde um jeden Ball gekämpft, aber es war beiden Teams nicht möglich, sich vom Gegner abzusetzen.  Der Halbzeitstand von 15:15 Toren ging auch voll in Ordnung. Den besseren Start aber erwischte, im zweiten Durchgang, die Mannschaft von Trainerin Jutta Stahl. Mit 3 Toren in Folge setzten sich die Gäste auf 18:15 ab. Doch unsere Mädchen bewiesen einmal mehr ihre mentale Stärke, ihren Kampfgeist und den Willen niemals aufzugeben. Angetrieben von unserer jüngsten und an diesem Spieltag besten Spielerin, Jana (2007), die insgesamt 13 Tore im Kasten der Oberurseler unterbringen konnte, kämpften sich die Gastgeberinnen, in der 42. Spielminute, zum Stand von 26:26, wieder heran.

Gegen Ende war es dann ein offener Schlagabtausch und man merkte, dass keine der beiden Mannschaften sich mit einem Unentschieden zufrieden geben wollte. In der letzten Spielminute und in Ballbesitz fehlte es dann final den Sodenerinnen an Coolness und einer gewissen Abgebrühtheit, um den Sack endgültig zu zumachen. Mit dem 31:31 Ausgleich der Gastgeberinnen, in der vorletzten Spielminute, hatte Oberursel den Ball, vertändelte diesen aber gleich wieder nach dem Anpfiff. Doch in Ballbesitz und noch knapp 50 Sekunden Spielzeit war Soden nicht in der Lage eine Spielerin in aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Der letzte Angriff wurde nicht konsequent bis zum Ende durchgespielt! Das Heil wurde durch die Mitte versucht, die komplett dicht war. Das Spiel endete dann mit einem Freiwurf, nach der Schlusssirene, der aber nicht im Tor untergebracht werden konnte.

Ohne Zweifel war es ein temporeiches und kämpferisch hochklassiges Spiel. Doch die wJSG war an diesem Spieltag nicht in der Lage ihr vorhandenes Potential komplett auszuspielen. Viele Würfe auf das Tor waren viel zu ungenau und die Quote der technischen Fehler waren heute wieder deutlich höher. Von 9 zugesprochenen 7-Metern fanden nur 4 direkt ins Ziel. Aber letztendlich sollte eine Mannschaft, die für sich den Anspruch hat, in der kommenden Saison in der Oberliga zu spielen, viel mehr aus ihren Möglichkeiten machen. Sie sollte es selber in der Hand haben, ein Spiel zu entscheiden und in eigener Halle, dem Gegner in Abwehr und Angriff nicht mal einen Hauch einer Chance zu geben, nur ansatzweise das Spiel zu bestimmen.

Da ist ganz viel Luft nach oben. Auch wenn man nur gestolpert, ist so sollte jeder Spielerin bewusst sein, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Dass man vom Kopf her frei sein muss und sich auf das konzentriert, was man persönlich kann, sollte spätestens nach diesem Spiel jeder Spielerin klar sein. Die Videoanalyse wird in diesem Fall sehr hilfreich sein, um zu analysieren, wie es noch besser gemacht werden kann. Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen…

Für die wJSG kämpften Yasmin (Tor), Jana, Nele, Angelina, Jennifer, Mariella, Lisa, Taicia und Laura

Fotos: C.Kaiser